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Was ist Weidetetanie?

Weidetetanie ist eine häufig vorkommende Stoffwechselerkrankung bei Rindern und Schafen. Sie entsteht als Folge eines sinkenden Magnesiumspiegels im Blut (Hypomagnesiämie). Magnesium ist ein unverzichtbares Mineral für Tiere. Es ist äußerst wichtig für die Nervenleitung, Muskelfunktionen und den Energiestoffwechsel. Die Weidetetanie, die meist bei Rindern auftritt und mit dem Einzug des Frühlings deutlich wird, ist unter verschiedenen Namen bekannt, drückt aber im Grunde dieselbe Stoffwechselstörung aus. Sie wird auch als Hypomagnesiämie, Magnesiumtetanie und Weizengrasvergiftung bezeichnet. Diese Krankheit äußert sich insbesondere bei Tieren mit hoher Milchleistung durch Symptome wie Verlust der Muskelkoordination, Muskelkrämpfe und übermäßige Kontraktionen. Dass sich die Tiere in einem allgemeinen Ungleichgewicht bewegen, gehört zu den typischen Symptomen dieser Störung. Dieser Zustand, der auch als “Weidetaumel” bekannt ist, kann sowohl für die Gesundheit der Tiere als auch aus züchterischer Sicht zu ernsthaften wirtschaftlichen Verlusten führen.  

Was verursacht Weidetetanie?

Die Ursachen für diese Krankheit, die meist bei Großvieh auftritt, sind wie folgt;

  • Magnesiumarme Ernährung: Im Frühjahr können schnell wachsende grüne Gräser, insbesondere auf mit Stickstoff und Kalium angereicherten Weiden, die Magnesiumaufnahme und -absorption behindern.

  • Einseitige Ernährung: Wenn die Ration der Tiere nicht genügend Magnesium enthält, bereitet dies den Boden für die Entstehung der Krankheit. Gleichzeitig kann eine übermäßige Kalziumaufnahme die Magnesiumaufnahme verringern.

  • Stress und physischer Druck: Transport, schnelle Weidewechsel oder andere Stressfaktoren können zu Hypokalzämie führen. 

  • Hohe Milchleistung: Tiere mit hoher Milchleistung benötigen naturgemäß mehr Magnesium. In diesem Fall steigt das Risiko eines Magnesiummangels.

  • Hoher Proteingehalt der Nahrung: Proteinreiche Futtermittel erhöhen die Ammoniakbildung im Pansen (Rumen) und beeinflussen die Magnesiumaufnahme negativ.

Das Zusammenkommen dieser Faktoren kann zur Entstehung von Weidetetanie führen. Aus diesem Grund sollte die Ernährung von Großvieh sorgfältig geplant und der Magnesiumbedarf gedeckt werden.

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Was sind die Symptome der Weidetetanie?

Die allgemein bekannten Symptome der Weidetetanie sind wie folgt:

  • Ungleichgewicht und Zittern: Bei den Tieren tritt plötzlich einsetzendes Ungleichgewicht und Zittern auf. Die Tiere verlieren beim Gehen oder Stehen das Gleichgewicht.

  • Kontraktionen und Krämpfe: In den Muskeln treten plötzliche und heftige Kontraktionen auf. Diese Kontraktionen erschweren den Tieren die Bewegung.

  • Neurologische Symptome: Bei den Tieren werden neurologische Anzeichen wie Unruhe, aggressives Verhalten, extreme Empfindlichkeit und Reizbarkeit beobachtet.

  • Erhöhte Atemfrequenz und Herzfrequenz

  • Übermäßiger Speichelfluss und Sabbern

  • Störungen der Muskelkoordination: Die Tiere leiden unter Koordinationsstörungen beim Gehen und bei allgemeinen Bewegungen. Dies äußert sich in einem taumelnden Gang.

  • Bewusstseinsverlust: In schweren Fällen kann es bei den Tieren zu Bewusstseinsverlust und Koma kommen.

Diese Symptome sind die häufigsten bei Weidetetanie. Die Symptome können jedoch je nach allgemeinem Gesundheitszustand des Tieres, Schwere der Erkrankung und anderen Faktoren variieren. Daher ist es wichtig, bei Verdacht sofort einen Tierarzt aufzusuchen.

Diagnose der Weidetetanie

Die tierärztliche Diagnose erfolgt in der Regel durch klinische Untersuchung, Bewertung der medizinischen Vorgeschichte und Bluttests. Insbesondere die Messung des Magnesiumspiegels ist im Diagnoseprozess von großer Bedeutung. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind lebenswichtig für den Schutz der Tiergesundheit und die Verhinderung des Fortschreitens der Krankheit. Daher ist es wichtig, dass Tierhalter die Symptome der Weidetetanie erkennen und bei Bedarf einen Tierarzt aufsuchen können.

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Wie wird die Weidetetanie behandelt?

Die Behandlung der Krankheit erfolgt durch einen Tierarzt. Den kranken Tieren werden die benötigten Vitamine und Mineralien per Injektion oder oral verabreicht. Tierärzte können Empfehlungen für durch die Krankheit verursachte Ernährungsumstellungen und zur Verbesserung der Lebensgewohnheiten des Tieres geben. Daher zeigen Tiere bei effektiver und kontinuierlicher Behandlung in der Regel innerhalb kurzer Zeit eine Besserung und erlangen ihre frühere Gesundheit zurück. Jedoch kann jede Unterbrechung oder jedes Problem im Behandlungsprozess die Gesundheit des Tieres negativ beeinflussen und tödlich sein. Aus diesem Grund ist es lebenswichtig, bei dem geringsten Verdacht Ihren Tierarzt aufzusuchen. Es ist wichtig nicht zu vergessen, dass eine frühzeitige Diagnose einen großen Vorteil im Behandlungsprozess bietet.

Welche Wege gibt es zur Vorbeugung von Weidetetanie?

Zunächst muss sichergestellt werden, dass die Ernährung der Tiere ausgewogen und reich an Magnesium ist. Dies bedeutet eine korrekte Fütterung und die Verwendung von Futtermitteln, die alle vom Tier benötigten Nährstoffe enthalten. Zudem sollte sichergestellt werden, dass die Tiere Zugang zu ausreichend Wasser haben und die Wasserqualität gut ist. Bei der Düngung von Weiden sollte auf das Stickstoff- und Kaliumverhältnis geachtet werden, um sicherzustellen, dass die Magnesiumaufnahme und -absorption nicht negativ beeinflusst wird. In den Rationen sollte nicht mehr Kalzium als vom Tier benötigt vorhanden sein; die Verwendung von Futtermitteln mit hohem Proteingehalt kann die Ammoniakbildung im Pansen erhöhen und die Magnesiumaufnahme senken, was den Boden für Weidetetanie bereitet. Zusätzlich sollten die Lebensbedingungen und das Stressniveau der Tiere berücksichtigt werden. Stresssituationen können zu hormonellen Ungleichgewichten führen, die den Magnesiumstoffwechsel beeinflussen und zur Krankheit führen können. Routinemäßige tierärztliche Kontrollen und die Überwachung des allgemeinen Gesundheitszustands der Tiere sind für eine frühzeitige Diagnose und Behandlung von entscheidender Bedeutung. All diese Maßnahmen können wirksam vor Weidetetanie schützen und zur gesunden Aufzucht der Tiere beitragen.

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