Die Grüne Reiswanze (Nezara viridula) ist eine Schädlingsart, die insbesondere in landwirtschaftlichen Gebieten zu wirtschaftlichen Verlusten führt. Die Grüne Reiswanze verdankt ihren Namen dem schlechten Geruch, den sie absondert, wenn sie bedroht wird. Diese Insektenart ist ein polyphager Schädling; das heißt, sie verursacht Schäden an vielen Pflanzenarten. Insbesondere bei Mais, Hülsenfrüchten, Tomaten und Auberginen sowie vielen anderen landwirtschaftlichen Produkten kann sie zu ernsthaften Ernteverlusten führen. Bei der Kontrolle der Grünen Reiswanze ist die biologische Bekämpfung sehr wichtig. Dieser Käfer hat viele natürliche Feinde, und insbesondere Eiparasitoide helfen dabei, den Schädling unter Kontrolle zu halten. Der Schutz dieser natürlichen Feinde ist für das Management der Schädlingspopulation von großer Bedeutung. Obwohl eine chemische Bekämpfung im Allgemeinen nicht empfohlen wird, wird geraten, in Gebieten mit hohem Insektendruck der biologischen Bekämpfung Bedeutung beizumessen.
Lebenszyklus der Grünen Reiswanze
Der Lebenszyklus von Nezara viridula besteht aus 3 Phasen. Die erste Phase ist das Eistadium. In dieser Phase legt das weibliche Insekt seine Eier in Clustern auf die Blätter. Die Eier sind im Anfangsstadium transparent beige und verfärben sich kurz vor dem Schlüpfen aufgrund der Farbänderung im Embryo rot. Die zweite Phase ist das Nymphenstadium. Mit dem Schlüpfen der Eier erscheinen die Nymphen. Obwohl Nymphen im allgemeinen Erscheinungsbild den Erwachsenen ähneln, unterscheiden sie sich durch einige deutliche Merkmale. Das Fehlen von Punktaugen am Kopf, die Tatsache, dass ihre Antennen aus 4 Segmenten bestehen und ihre Tarsen aus 2 Segmenten bestehen, sind die wichtigsten Unterschiede. Zudem sind ihre Körperstrukturen kleiner und ihre Flügel sind entweder gar nicht entwickelt oder befinden sich nur im Knospenstadium. Jedes Nymphenstadium hat eine Körperstruktur, die mit eigenen Mustern verziert ist, was ein weiteres Merkmal ist, das sie von erwachsenen Individuen unterscheidet. Nymphen ernähren sich, indem sie den Pflanzensaft aus Blättern, Stängeln und Früchten der Pflanzen saugen. Die Insekten, die fünf Nymphenstadien durchlaufen, werden am Ende dieses Prozesses erwachsen. Die ausgewachsenen Insekten sind in der Regel grün gefärbt und 13-15 mm lang.
Schadensbild der Grünen Reiswanze
Sowohl die erwachsenen Tiere als auch die Nymphen der Grünen Reiswanze ernähren sich durch das Saugen von Pflanzensaft. An den Pflanzen, deren Saft gesaugt wurde, zeigen sich gelbe und weißliche Flecken, Fruchtfall, Wachstumsverzögerungen und Deformationen. Infolge der Schäden durch die Grüne Reiswanze kommt es sowohl zu Ernteverlusten als auch zu einer Qualitätsminderung des Produkts.
Bekämpfung der Grünen Reiswanze
Bei der Bekämpfung der Grünen Reiswanze werden zunächst die Unkräuter entfernt, in denen sie im Winter Schutz sucht. Wenn die Anbauumgebung in Gewächshäusern liegt, ist das Abdecken der Belüftungsöffnungen mit Netzen effektiv. Obwohl für diesen Schädling im Allgemeinen keine chemische Bekämpfung empfohlen wird, wird mit der chemischen Bekämpfung begonnen, wenn 5 Nymphen und Erwachsene pro Pflanze gesichtet werden. Informationen zu den Pestiziden und Dosierungen, die bei der chemischen Bekämpfung der Grünen Reiswanze zu verwenden sind, finden Sie auf der Seite des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft. Grüne Reiswanze