Die Feigenschildlaus (Ceroplastes rusci) ist eine Art von Schildlaus, deren erwachsene weibliche Individuen halbkugelförmig sind. Sie sind etwa 4-5 mm lang und 3-4 mm breit. Von oben betrachtet sind insgesamt neun dicke, rötliche, schmutzig-weiße wachsartige Plättchen zu sehen, eines in der Mitte und acht an den Seiten. In der Mitte jeder Platte befindet sich ein weißer Fleck. Wenn das Insekt zerdrückt wird, tritt eine rote, klebrige Flüssigkeit aus; diese Flüssigkeit ist der Ursprung des Namens “Kanlı Balsıra” (Blutige Honiglaus).
Lebenszyklus und Fortpflanzungsmerkmale der Feigenschildlaus
Diese Insekten befinden sich im Winter meist im Larvenstadium, und ein Weibchen kann etwa 1500 Eier legen. Die Eier werden auf der Oberseite des Blattes abgelegt, und die Larven ernähren sich entlang der Seitenadern. Sie bringen zwei Generationen pro Jahr hervor, wobei ein Großteil der erwachsenen Individuen unter den harten Wetterbedingungen des Winters sterben kann. Diese Art saugt den Pflanzensaft, was zur Schwächung der Bäume und zu Ertragseinbußen führt; gleichzeitig kann sie die Rußtaukrankheit (Fumagine) verursachen.
Welchen Pflanzen schadet die Feigenschildlaus?
Dieser Schädling zeigt schädliche Auswirkungen auf eine breite Palette von Pflanzen. Dieses schädliche Insekt zielt auf viele Pflanzenarten ab, von Obstbäumen bis hin zu Zierpflanzen. Hier sind einige wichtige Pflanzenarten, die von der Feigenschildlaus befallen werden:
Feige
Zitrusfrüchte
Pappel
Oleander
Myrte
Lorbeer
Tamariske
Die Feigenschildlaus saugt an diesen Pflanzen den Saft, was zur Schwächung der Pflanzen und zu Ertragsverlusten führt. Darüber hinaus kann sie aufgrund ihrer zuckerhaltigen Ausscheidungen das Wachstum von saprophytischen Pilzen fördern und so die Rußtaukrankheit, auch Fumagine genannt, verursachen. Diese Situation wirkt sich sowohl wirtschaftlich als auch ästhetisch negativ auf den Pflanzenanbau aus.
Welche Maßnahmen sollten gegen die Feigenschildlaus ergriffen werden?
Durch den Einsatz von Parasitoiden und Prädatoren, den natürlichen Feinden dieses Insekts, kann die Population des Schädlings unter Kontrolle gehalten werden. Beispielsweise können Parasitoide wie Coccophagus lycimnia, Metaphicus dispar und Scutellista cyanea wirksam sein.
Die Verwendung von kalihaltigen Düngemitteln kann helfen, die Vermehrung der Feigenschildlaus zu verhindern. Zudem fördert der Zwischenfruchtanbau von Leguminosen wie Wicken, Ackerbohnen und Erbsen die Ansiedlung nützlicher Insekten und verringert die Auswirkungen der Schädlinge.
In kleinen Gärten oder Baumschulen verhindert das Reinigen befallener Triebe im Winter durch Abreiben mit einem Sacktuch von der Basis bis zur Spitze die Ausbreitung der Schädlinge.
Kräftige und gesunde Bäume verringern die Auswirkungen der Schadinsekten. Die regelmäßige Pflege der Bäume, die Sicherstellung der Sonneneinstrahlung auf die Blätter und die Vermeidung zu dichter Pflanzung sind wichtige Elemente dieser Pflege.
Zwischen März und Mai sollten neue Triebe an den Bäumen kontrolliert werden, und bei Vorhandensein der Feigenschildlaus muss sofort eine Spritzung erfolgen. Es ist wichtig, dass die Spritzungen periodisch fortgesetzt werden und vom Ministerium zugelassene Pflanzenschutzmittel verwendet werden.
Nach der Spritzung sollte die erste Kontrolle in der Regel im Herbst erfolgen. Der Anteil der befallenen Triebe sollte kontrolliert werden, und es sollte bewertet werden, ob ein Erfolg erzielt wurde, der eine Rate von 5 % nicht überschreitet.
Sommeröle und andere Insektizide, die im Kampf gegen die Feigenschildlaus eingesetzt werden, können eine effektive Lösung bieten. Für detaillierte Informationen und die Auswahl geeigneter Produkte sollten Informationen vom zuständigen Ministerium und Experten eingeholt werden.
Diese Maßnahmen helfen dabei, durch wirksame Bekämpfung die Gesundheit der Pflanzen zu schützen und die Produktivität zu steigern.
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