Der erwachsene Wiesenzünsler ist ein hellbrauner Falter mit weiß-gelben Streifen und Flecken auf den Flügeln. Die Körperlänge beträgt 10-12 mm, die Flügelspannweite 19-26 mm. Im Ruhezustand bleibt das Abdomenende bei Weibchen unter den Flügeln, während es bei Männchen deutlich sichtbar ist.
Das oval geformte und glänzende Ei ist zunächst transparent und farblos, färbt sich später orange-gelb und kurz vor dem Schlüpfen der Larve grau. Die Eier sind 0,8–1,0 mm lang und werden in Gruppen von 2–20 Stück abgelegt.
Der Schädling hat 5 Larvenstadien. Die Larvenlänge im ersten Stadium beträgt 1,5–2,5 mm, im letzten Stadium 18–25 mm. Die ausgewachsene Larve ist fast schwarz-grün gefärbt und weist helle und dunkle Längsstreifen am Rücken und an den Seiten auf.
Die Puppe ist 8-13 mm lang und 3-4 mm breit. Sie befindet sich im Boden in einem zylindrischen, innen mit einem Gespinst ausgekleideten Kokon. Den Winter verbringt sie als ausgewachsene Larve im Puppenkokon in einer Tiefe von 5-7 cm im Boden. Zu Beginn des Frühlings verpuppt sie sich.
Die Puppenzeit beträgt 14-18 Tage, wovon die ersten 4-5 Tage die Praepuppenzeit sind. Die ersten Erwachsenen beginnen Mitte April zu fliegen. Sie sind nachts aktiv und tagsüber unbeweglich. Die Weibchen, die sich von Pollenstaub und Nektar ernähren, leben etwa zwei Wochen, und ein Weibchen legt 60-400 Eier ab. Die Eier werden insbesondere auf die Unterseite von Blättern des Weißen Gänsefußes (Chenopodium spp.) und anderer Unkräuter abgelegt. Die Eier schlüpfen in 2-10 Tagen (normalerweise nach 4-6 Tagen). Die aus dem Ei schlüpfende Larve beginnt, an den Pflanzen zu fressen. Nach 1-2 Häutungen wechselt die Larve auf die Kulturpflanze, wo sie gefräßig frisst und nur die Blattadern übrig lässt. An Orten mit hoher Population werden alle grünen Pflanzenteile geschädigt. Die reife Larve begibt sich in den Boden, um das Puppenstadium zu durchlaufen. Je nach Nahrungs- und Klimabedingungen dauert das Larvenstadium 14-22 Tage. Es werden 2–5 Generationen pro Jahr hervorgebracht.
Schadbild, wirtschaftliche Bedeutung und Verbreitung des Wiesenzünslers
Die Larven, die Blätter, Knospen und Blütenblätter der Pflanzen fressen, können die Pflanzen in Epidemiejahren völlig entlauben. Der Schädling wurde in den Regionen Marmara, Ägäis und Schwarzmeer festgestellt.
Wirtspflanzen des Wiesenzünslers in der Sonnenblume
Er ist ein polyphager Schädling und hat mehr als 150 Pflanzenarten aus 40 Familien als Wirte.
Bekämpfung des Wiesenzünslers in der Sonnenblume
Kulturmaßnahmen
Bei der Bekämpfung dieses Schädlings sind Kulturmaßnahmen sehr wichtig. Durch diese Maßnahmen stellt der Wiesenzünsler selbst in Ländern, in denen er häufiger und größere Probleme verursacht, kein bedeutendes Problem mehr dar. Diese Maßnahmen sind: – Im Herbst sollten die Felder tief gepflügt werden. Dadurch gelangt ein Teil der Puppenkokons in die Tiefe und der Falter kann nicht an die Bodenoberfläche gelangen. Ein Teil der Kokons verbleibt an der Bodenoberfläche und dient Vögeln als Nahrung oder wird durch die Winterkälte beeinträchtigt. – Im Frühjahr sollte eine Unkrautbekämpfung durchgeführt werden. Dadurch werden die auf Unkräuter abgelegten Eier und Larven vernichtet. Die Fortsetzung der Unkrautbekämpfung auch in Kulturpflanzen bietet den gleichen Nutzen. – Das frühe Mähen von Futterpflanzen wie Luzerne, Klee und Dreiblatt ist ebenfalls eine wichtige Methode zur Reduzierung der Population.
Chemische Bekämpfung
Zeitpunkt der Spritzung: Die Bekämpfung sollte begonnen werden, wenn 3-5 Larven pro Pflanze oder 20 Larven pro Quadratmeter festgestellt werden. Die Bekämpfung sollte spätestens gegen Larven im dritten Stadium erfolgen. Im vierten und fünften Stadium ist der Erfolg schwierig.
Zu verwendende Pflanzenschutzmittel und Dosierungen:Es werden die im vom Ministerium herausgegebenen Buch „Pflanzenschutzmittel“ empfohlenen Pflanzenschutzmittel und Dosierungen verwendet.
Zu verwendende Geräte und Maschinen:Für die Spritzung werden hydraulische Feldspritzen, Rückenspritzen (mechanisch, automatisch, motorisiert) oder Rückenzerstäuber verwendet.
Spritztechnik:Die Spritzung sollte in den Morgen- oder Abendstunden bei windstillem Wetter erfolgen. Es ist darauf zu achten, dass die Mittel so ausgebracht werden, dass sie auch die Unterseiten der Blätter bedecken.