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Wie wird Sesamanbau betrieben?

Der Sesamanbau ist eine weltweit verbreitete, wichtige landwirtschaftliche Tätigkeit. Sesam, der zur Familie der Pedaliaceae gehört, hat seine Heimat in Afrika. Heutzutage wird er jedoch in tropischen und subtropischen Regionen, insbesondere in der Ägäis, im Mittelmeer und in Südostanatolien, angebaut. Die Sesampflanze ist eine einjährige Pflanze, die Höhen zwischen 30 und 125 cm erreichen kann. Der Sesam mit seinem aufrecht wachsenden und dicht behaarten Stängel fällt durch seinen Ölgehalt auf, der zwischen 50 % und 60 % variiert. Aus landwirtschaftlicher Sicht ist die Bedeutung von Sesam sehr hoch. Aufgrund seines hohen Ölgehalts spielt Sesam eine wichtige Rolle in der Ölindustrie. 

Zudem erhöhen die ernährungsphysiologischen Eigenschaften und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Sesam die landwirtschaftliche Vielfalt und bieten den Landwirten alternative Einkommensquellen. Dass Sesam eine Pflanze mit geringem Wasserbedarf ist, stellt einen wichtigen Vorteil für nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken dar. Neben seinem wirtschaftlichen Wert und seiner landwirtschaftlichen Bedeutung hat Sesam auch einen wichtigen historischen und kulturellen Stellenwert. Sesam, der seit Jahrtausenden von Menschen verzehrt wird, hat in verschiedenen Zivilisationen einen wichtigen kommerziellen und ernährungsphysiologischen Platz eingenommen. Auch heute behält Sesam seine Bedeutung als nahrhafte Nahrungsquelle und wirtschaftliche Einkommensquelle für Millionen von Menschen weltweit bei.

Klima- und Bodenstruktur beim Sesamanbau

Sesam ist eine Pflanze, die warme und feuchte Klimazonen bevorzugt. Sie wächst erfolgreich in tropischen und subtropischen Gebieten, insbesondere in warmen Regionen. Es ist wichtig, dass der Temperaturdurchschnitt während der Wachstumsperiode nicht unter 20 °C fällt und die Bodentemperatur für die Keimung der Samen mindestens 12-15 °C beträgt. Übermäßige Niederschläge und trockene Winde während des Keimungsprozesses können die Pflanze negativ beeinflussen. Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht können ebenfalls die Entwicklungsdauer beeinflussen und verlängern. Sesam ist im Allgemeinen bei der Bodenwahl nicht sehr wählerisch, wächst aber am besten auf gut drainierten, mittelschweren, an organischer Substanz reichen und sandig-lehmigen, alluvialen leichten Böden. Obwohl er auch auf mittelschweren und humosen Böden erfolgreich ist, entwickelt er sich auf extrem tonigen, kalkhaltigen und sehr steinigen Böden, die zu viel Wasser halten, nicht gut. Daher sollten die Bodeneigenschaften beim Sesamanbau sorgfältig bewertet werden.

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Wie wird Sesam gesät?

Der erste Schritt für die Sesamaussaat ist die Bodenvorbereitung; der Boden muss gut drainiert, gereinigt und bearbeitet sein. Anschließend erfolgt die Düngung; basierend auf einer Bodenanalyse werden geeignete Dünger ausgewählt und auf den Boden aufgebracht. Die Aussaatzeit wird in den Monaten April und Mai bevorzugt, wobei die Samen in eine Tiefe von 2-4 cm und in einem Abstand von 20-30 cm eingebracht werden. Die Bewässerung ist wichtig für die Keimung der Samen, jedoch sollte übermäßige Bewässerung vermieden werden. Wenn die Pflanzen zu wachsen beginnen, sollte eine regelmäßige Pflege durchgeführt, die Unkrautbekämpfung sichergestellt und bei Bedarf eine Ausdünnung vorgenommen werden. Die Erntezeit wird durch das Vergilben der Pflanzen und das Abfallen der unteren Kapseln bestimmt, die Ernte erfolgt in der Regel von Hand. Wenn die Sesamaussaat durch sorgfältige Planung und Anwendung jedes Schrittes erfolgreich durchgeführt wird, kann ein hoher Ertrag erzielt werden.

Bewässerung beim Sesamanbau

Sesam ist hinsichtlich des Wasserbedarfs eine Pflanze auf mittlerem Niveau. Es wurde jedoch beobachtet, dass die Produktivität bei regelmäßiger Bewässerung steigt. Insbesondere wenn er auf kargen und winterlichen Flächen als Hauptfrucht angebaut wird, kann er ohne Bewässerung kultiviert werden. Wenn jedoch eine Zweitfrucht-Aussaat erfolgt, muss unbedingt eine Bewässerung durchgeführt werden. Vor der Zweitfrucht-Aussaat ist es wichtig, eine Keimbewässerung (Tav suyu) durchzuführen, um eine ausreichende Feuchtigkeit im Feld zu gewährleisten. Während des Reifeprozesses der Pflanze kann 1 bis 3 Mal bewässert werden. Bei der Bewässerung sollte jedoch kein Übermaß bestehen und darauf geachtet werden, dass es nicht zu Staunässe an der Pflanze kommt. Auf diese Weise kann die Sesampflanze gesund wachsen und ein ausreichender Ertrag erzielt werden.

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Düngung beim Sesamanbau

Die kurze Entwicklungszeit von Sesam ist im Hinblick auf den Zeitpunkt der Düngung wichtig. Alle Düngemittel sollten vor der Aussaat während des letzten Scheibeneggen-Vorgangs (Pflügen) in den Boden eingemischt werden. Dies ermöglicht die Nutzung der Düngemittel durch die Wurzeln während der Keimung der Samen und in den frühen Wachstumsphasen der Pflanze. In Anbetracht des Nährstoffbedarfs von Sesam werden Düngemittel bevorzugt, die reich an Phosphor und Stickstoff sind. In diesem Zusammenhang wird empfohlen, phosphor- und stickstoffhaltige Düngemittel wie 20-25 kg DAP (Diammoniumphosphat) und 15-20 kg Ammoniumnitrat pro Dekar zu verwenden. Während DAP die Wurzelentwicklung der Pflanze fördert, kann Ammoniumnitrat ein schnelles Wachstum in der frühen Wachstumsphase der Pflanze bewirken. Die ausgewogene Anwendung dieser Düngemittel auf den Boden kann das gesunde Wachstum der Sesampflanze unterstützen und die Erzielung eines hohen Ertrags fördern.

Ernte beim Sesamanbau

Die Ernte erfolgt mit dem Abschluss des Reifeprozesses der Pflanze. Wenn die Blätter und Kapseln der zu erntenden Pflanzen zu vergilben und zu trocknen beginnen, versteht man, dass die Samen gereift sind. In dieser Zeit wird durch das manuelle Aufbrechen der unteren Kapseln eine deutliche Veränderung der Farben der Samen festgestellt. Bei weißkörnigem Sesam ändert sie sich zu dunkelgelb, bei braunkörnigem Sesam zu hellbraun. Der Erntevorgang beginnt in der Regel an den obersten Teilen der Pflanzen. Die Pflanzen werden von Hand gepflückt und zu Bündeln zusammengefasst. Diese Bündel werden an einen schattigen Ort gelegt und unter Druck gesetzt. Die aus dem Druck genommenen Bündel werden anschließend dem Tokurcun-Verfahren unterzogen, um sicherzustellen, dass alle Kapseln aufplatzen und die Samen freigesetzt werden. Für diesen Vorgang wird eine je nach Wetterbedingungen festgelegte Zeit gewartet. Schließlich werden die Samen in den aufgeplatzten Kapseln durch Ausschütteln getrennt und gesammelt. Die geernteten Sesamsamen werden dann gelagert und für die Verarbeitung vorbereitet. Wenn dieser Prozess zum richtigen Zeitpunkt und mit den richtigen Methoden durchgeführt wird, stellt er die Gewinnung von qualitativ hochwertigem Sesam sicher.

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Krankheiten und Schädlinge beim Sesamanbau

Beim Sesamanbau ist eine der häufigsten Krankheiten die Welke. Die Welkekrankheit äußert sich durch Vergilben und Welken der Blätter der Pflanze und entwickelt sich in der Regel in feuchten Umgebungen.

  • Wurzelfäule hingegen tritt bei übermäßiger Feuchtigkeit im Boden oder schlechten Drainagebedingungen auf. Diese Krankheit führt zum Verfaulen der Wurzeln und zur Schwächung der Pflanze. 
  • Die bakterielle Sesamwelke ist ebenfalls eine häufige Krankheit und zeigt Symptome wie Vergilben, Welken und allgemeine Schwäche der Pflanze. 
  • Die Blattfleckenkrankheit führt zur Bildung von braunen Flecken auf den Blättern der Sesampflanze und tritt meist bei feuchtem Wetter auf. 
  • Die Phyllody-Krankheit hingegen führt zu abnormalem Wachstum und Formveränderungen an den Blüten der Pflanze. 
  • Darüber hinaus ist auch die Sesam-Alternaria eine vorkommende Krankheit, die braune Flecken auf den Blättern verursacht.
  • Zu den beim Sesamanbau anzutreffenden Schädlingen gehören Erdraupen (Bozkurtlar), die Sesammotte, Blattläuse und Weiße Fliegen. Erdraupen schädigen die Wurzeln der Pflanze, verhindern ihr Wachstum und leben meist unter der Erde. Die Sesammotte ist ein schädliches Insekt für die Blätter und Kapseln der Pflanze und schwächt die Pflanze in der Regel. Blattläuse sind kleine Insekten, die auf den Blättern der Pflanze leben und das Wachstum sowie den Ertrag der Pflanze negativ beeinflussen. Weiße Fliegen sind ebenfalls Schädlinge, die auf den Blättern leben und durch das Saugen des Pflanzensaftes zur Schwächung der Pflanze führen.

Bei der Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen können Methoden wie kulturelle Maßnahmen, chemische Bekämpfung und biologische Bekämpfung eingesetzt werden. Um die Pflanzengesundheit zu erhalten und den Ertrag zu steigern, sollte regelmäßig eine Feldkontrolle durchgeführt und bei Bedarf geeignete Bekämpfungsmethoden angewendet werden.

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