Wie wird Reisanbau betrieben?
Der Reisanbau ist für viele Länder eine wichtige landwirtschaftliche Tätigkeit und verfügt weltweit über ein großes kommerzielles Potenzial. Paddy-Reis ist der Grundrohstoff für Reis, eines der am meisten konsumierten Nahrungsmittel der Welt. Die Reispflanze ist eine Graspflanze, die als Oryza sativa bekannt ist und eine im Wasser wachsende Art ist. Reis, der eigentlich ein Getreide ist, wächst in wasserreichen Umgebungen und bildet die Schalen der Reiskörner. Da Reis eine Pflanze ist, die Bewässerung benötigt, wird er in Flusstälern, Deltas und tiefer gelegenen Regionen angebaut. Der Reisanbau kann aufgrund der hohen Nachfrage auf lokalen und internationalen Märkten eine rentable Option für Landwirte sein.
Wo wird Reis angebaut?
Reis ist ein wichtiges landwirtschaftliches Produkt, das weltweit in vielen verschiedenen Regionen angebaut wird. Als Heimat gelten die Länder Süd- und Südostasiens; insbesondere in Ländern wie China, Indien, Indonesien, Thailand, Vietnam und den Philippinen ist die Reisproduktion sehr verbreitet. Diese Regionen bieten die tropischen und subtropischen Klimabedingungen, in denen Reis am besten gedeiht. Die Reisproduktion beschränkt sich jedoch nicht nur auf Asien. Auch in Lateinamerika, Afrika und sogar in einigen Regionen Europas wird Reisanbau betrieben. In der Türkei konzentriert sich die Reisproduktion im Allgemeinen auf die Schwarzmeerregion. Besonders Provinzen wie Ordu, Samsun, Çorum und Amasya stechen in der Reisproduktion hervor. Das feuchte Klima und die reichlichen Niederschläge am Schwarzen Meer bieten geeignete Bedingungen für den Reisanbau. Obwohl Reis auch in anderen Regionen der Türkei produziert wird, ist die führende Position des Schwarzmeergebiets in diesem Bereich bemerkenswert.
Wie sollten Klima und Bodenstruktur beim Reisanbau sein?
Klimatisch gesehen ermöglichen warme und feuchte subtropische oder tropische Klimate die beste Entwicklung der Reispflanze. Reis gedeiht besser in Regionen, in denen Wasser im Überfluss vorhanden ist und das ganze Jahr über milde Temperaturen herrschen. Zudem ist die Reispflanze in der Regel resistent gegen hohe Temperaturen im Sommer und leichte Kälte im Winter. In Bezug auf die Bodenstruktur sind tiefe, lehmige, feuchte und gut entwässerte Böden für Reis geeignet. Böden mit geringer Wasserdurchlässigkeit und hohem Nährstoffgehalt ermöglichen ein gesundes Wachstum der Reispflanze und einen effizienten Ertrag. Da die Reispflanze jedoch keine wählerische Pflanze ist, kann sie bei Bereitstellung geeigneter Klima- und Bodenbedingungen in verschiedenen Regionen erfolgreich angebaut werden.
Die Aussaat beim Reisanbau
Zeitpunkt und Methode der Aussaat beim Reisanbau können je nach Klimabedingungen, Bodenzustand und regionalen Merkmalen variieren. In der Regel erfolgt die Reisaussaat in der Zeit, in der der Boden beginnt sich zu erwärmen und die Wassertemperatur mindestens 12 Grad beträgt. In der Türkei findet die Reisaussaat meist nach den ersten Maiwochen statt. Zu den Aussaatmethoden gehören Breitwurfsaat, Saat mit der Drillmaschine und das Pflanzen von Setzlingen. Die Vorbereitung des Bodens vor der Aussaat ist wichtig. Zuerst wird das Gelände eingeebnet und ein tiefes Pflügen durchgeführt. Nachdem die Becken (Tavas) angelegt wurden, erfolgt die Bearbeitung mit Geräten wie Scheibeneggen oder Grubber. Die als Saatgut zu verwendenden Reiskörner werden vorab in Wasser gelegt, um eine Vorkeimung zu bewirken. In diesem Prozess kann eine Spritzung zur Bekämpfung der Reisbräune durchgeführt werden. Nachdem die Samen in das Becken gesät wurden, wird der Wasserstand eingestellt und die Keimung beginnt. Die Bewässerung wird nach der Aussaat in Abhängigkeit von der Entwicklung der Pflanze reguliert, wobei auf die Wassertemperatur geachtet wird.
Wie viel Reissaatgut wird pro Dekar ausgebracht?
Die bei der Reisaussaat zu verwendende Saatgutmenge variiert je nach Sorte, Aussaatzeitpunkt und Bodenfruchtbarkeit. Für kleinkörnige Sorten können etwa 15 Kilogramm pro Dekar gesät werden, für mittelkörnige Sorten 17-18 Kilogramm und für großkörnige Sorten 20 Kilogramm. Diese Mengen beeinflussen die Anzahl der Samen pro Dekar. In der Regel werden 500 bis 600 Samen pro Quadratmeter gesät. Dies ist ein wichtiges Detail, das bei der Aussaat berücksichtigt werden muss, da die richtige Saatgutmenge einen großen Einfluss auf die Pflanzendichte sowie das spätere Wachstum und den Ertrag hat. Daher ist die korrekte Bestimmung und Anwendung der Saatgutmenge im Reisanbau wichtig für eine erfolgreiche Produktion.
Bewässerung beim Reisanbau
Die Bewässerung beim Reisanbau ist ein Faktor, der sich direkt auf das Wachstum und die Produktivität der Pflanze auswirkt. Die Bewässerung sollte in Abhängigkeit von den Entwicklungsstadien der Pflanze reguliert werden. Die Reispflanze zeigt ein Wachstum entsprechend der Wasserhöhe. In der Regel sollte der Wasserstand in der Phase der maximalen Entwicklung der Pflanze bei etwa 15 cm gehalten werden. Dies ermöglicht ein gesundes Wachstum der Pflanze und einen optimalen Ertrag. 15-20 Tage vor der Ernte sollte der Wasserzufluss zu den Becken gestoppt und das vorhandene Wasser abgelassen werden. Dies stellt sicher, dass die Körner vollständig gefüllt werden und verhindert eine Erhöhung der Bruchkornrate während der Ernte. Der Zeitpunkt des Wasserstopps wird in Abhängigkeit von Faktoren wie Sorte und Bodentyp bestimmt. In der Regel kann der Wasserstopp für die Ernte 30-35 Tage nach der Blüte erfolgen.
Auch die Temperatur des Bewässerungswassers ist wichtig. Die am besten geeignete Temperatur des Bewässerungswassers liegt bei 25-30 Grad. Wenn die Wassertemperatur jedoch über 30 Grad steigt, kann dies den Ertrag der Pflanze negativ beeinflussen. Die Bewässerung sollte in jeder Phase der Pflanzenentwicklung sorgfältig durchgeführt werden. Während der Keimlingsentwicklung kann das Ablassen des Wassers und das vollständige Austrocknen des Feldes die Keimung von Unkrautsamen fördern und zur Entstehung neuer Unkräuter führen. Mit zunehmender Wasserhöhe verringert sich die Pflanzenlänge und damit die Anzahl der Rispen. Die kritischste Phase für Wasserstress bei Reis ist der Zeitraum von 20 Tagen vor der Blüte bis 10 Tage nach der Blüte. In dieser Zeit sollte die Bewässerung regelmäßig erfolgen und Wasserstress minimiert werden.
Düngung beim Reisanbau
Die Verwendung von mehr Dünger als nötig kann beim Reisanbau zu ernsthaften Problemen führen. Dies kann zu Lagerung und einer Zunahme von Pilzkrankheiten (wie Reisbräune, Halmbruch), zur Verschlechterung der physikalischen und chemischen Struktur des Bodens, zu verstärkter Bestockung, Ertragsverlusten und Umweltverschmutzung führen. Die Reispflanze benötigt während ihres gesamten Entwicklungsprozesses Stickstoff. Stickstoff erhöht die Pflanzenlänge, fördert eine schnelle Entwicklung, erhöht den Anteil gefüllter Körner in der Rispe und den Proteingehalt des Korns. Die Düngung im Reisanbau sollte auf einer Bodenanalyse basieren. Die Düngung muss in Abhängigkeit von der im Boden vorhandenen Menge an Stickstoff, Phosphor und Kalium erfolgen. Während Phosphor die Wurzelentwicklung und die frühe Blüte fördert, vergrößert Kalium die Blattfläche und verzögert das Absterben der Blätter. Zudem ist Zinkmangel ein häufiges Problem beim Reisanbau und kann aus verschiedenen Gründen auftreten. Zu den Symptomen von Zinkmangel gehören Farbveränderungen an jungen Blättern, eine Verkürzung der Pflanzenlänge und Ertragsverlust. Im Falle eines Zinkmangels kann eine Behandlung mit zinkhaltigen Düngemitteln erfolgen.
Ernte beim Reisanbau
Die Ernte beim Reisanbau ist der Prozess, in dem die Pflanze ihre Reife erreicht und die Körner für die Ernte bereit sind. In der Regel ist die Reispflanze erntereif, wenn 80 % der Rispen eine strohgelbe Farbe angenommen haben und die Körner in den unteren Teilen das Stadium der Hartteigreife erreicht haben. In diesem Stadium liegt der Feuchtigkeitsgehalt der Körner meist zwischen 22 und 24 %. Die Ernte kann im Reisanbau mit verschiedenen Methoden durchgeführt werden. Zu den am weitesten verbreiteten gehören:
Mähen von Hand (mit der Sichel): Dies ist eine der traditionellen Methoden und wird häufig von Kleinproduzenten bevorzugt. Die Pflanzen werden mit Handmähwerkzeugen, meist Sicheln, geschnitten.
Mähen mit motorisierten oder selbstfahrenden Mähmaschinen: Dies ist eine in der großflächigen Produktion üblichere Methode. Mit motorisierten oder selbstfahrenden Mähmaschinen werden die Pflanzen schneller gemäht.
Ernte mit dem Mähdrescher: Dies ist eine der modernsten und effizientesten Methoden. Mähdrescher mähen die Reispflanzen auf dem Feld und trennen gleichzeitig die Halme ab.
Während des Ernteprozesses werden die gemähten Halme für eine gewisse Zeit unter der Sonne zum Trocknen liegen gelassen. Nach dem Trocknungsprozess werden die Halme gesammelt und mit Dreschmaschinen oder Mähdreschern gedroschen. Dieser Vorgang sorgt dafür, dass die Körner von den Halmen getrennt werden. Bei zu frühen oder zu späten Erntezeiten kann es zu verschiedenen negativen Faktoren kommen. Bei einer frühen Ernte sind die Körner möglicherweise noch nicht ausgereift, was Ertrag und Ausbeute verringern kann. Bei einer späten Ernte können Tiere wie Vögel und Nagetiere Schaden anrichten und die Bruchkornrate kann steigen. Zudem sollten Probleme berücksichtigt werden, die während des Trocknungsprozesses auftreten können.
Wie viel Reis wird pro Dekar geerntet?
Die Reisproduktivität kann je nach Land und verschiedenen Faktoren variieren. Der weltweite Reisertrag liegt im Allgemeinen bei etwa 410 kg/da. Der Reisertrag pro Dekar in unserem Land liegt im Durchschnitt bei 780 kg. Dieser Ertrag kann je nach Faktoren wie der Vielfalt in der Produktion, landwirtschaftlichen Praktiken, Klimabedingungen und Bodenqualität variieren. Wie viel Reis pro Dekar erzielt wird, hängt von der Produktivität und den landwirtschaftlichen Praktiken ab.
Welche Krankheiten und Schädlinge treten beim Reisanbau auf?
Beim Reisanbau kann es notwendig sein, verschiedene Krankheiten und Schädlinge zu bekämpfen. Zu den am weitesten verbreiteten gehören:
Reisbräune (Pyricularia oryzae): Eine Pilzkrankheit, die als kleine dunkle Flecken auf den Blättern beginnt und sich später vergrößert, bis sie alle Blätter der Pflanze bedeckt. Sie verbreitet sich bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperatur.
Halmbruch / Fußkrankheit (Fusarium moniliforme): Eine Pilzkrankheit, die am Wurzelhals der Pflanze auftritt, die Wurzeln verrotten lässt und so die Nahrungs- und Wasseraufnahme der Pflanze verhindert. Es ist ein Erreger, der lange Zeit im Boden verbleiben kann.
Bakterielle Blattfleckenkrankheit: Verursacht wasserhaltige Flecken auf den Blättern und führt später zum Austrocknen der Blätter.
Schnecken: Gehören zu den häufig auf Reisfeldern vorkommenden Schädlingen. Sie fressen die Blätter, verhindern so das Wachstum der Pflanze und senken den Ertrag.
Unkräuter: Es ist wichtig, Unkräuter auf Reisfeldern unter Kontrolle zu halten.
Um diese Krankheiten und Schädlinge zu bekämpfen, können Methoden wie Feldhygiene, korrekte Düngung, geeignete Bewässerungsmethoden und chemische Bekämpfung eingesetzt werden. Zudem kann durch den Einsatz resistenter Sorten und Maßnahmen wie Fruchtfolge die Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingen verhindert werden.
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